Verhütung mit Antibabypille

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Die Antibabypille ist das am häufigsten genutzte Verhütungsmittel. Das Hormonpräparat täuscht innerhalb des weiblichen Körpers eine Schwangerschaft vor und verhindert die Empfängnis. Je nach Art des Präparates unterscheidet sich dessen Zusammensetzung. Ein Arzt entscheidet individuell, welche Pille sich für eine Frau eignet. Dies hängt von ihrem Alter, dem Gesundheitszustand und ihrem Hormonhaushalt ab.

Wirkung und Sicherheit der Antibabypille

Die Antibabypille zählt zu den sichersten Mitteln, die eine Schwangerschaft verhüten. Bei einer regelmäßigen Einnahme des Hormonpräparates liegt der Pearl-Index bei 0,3. Das bedeutet, dass drei von 1000 Frauen während der Pilleneinnahme schwanger werden. Die Antibabypille verhindert den Eisprung und verändert die Schleimhaut der Gebärmutter. Letzteres garantiert, dass sich keine Eizelle einnistet. Darüber hinaus veranlasst die Pille eine Veränderung des Schleimtropfens an dem Gebärmutterhals. Dieser verflüssigt sich während der fruchtbaren Tage nicht mehr, sodass eine Einnistung unmöglich ist.

Verschiedene Arten der Antibabypille

Wer sich für die Einnahme der Antibabypille entscheidet, kann zwischen folgenden Formen auswählen:

  • Einphasenpille,
  • Zweiphasenpille,
  • Stufenpräparate,
  • Mikropille,
  • Minipille.

Während ein Einphasenpräparat über die gesamte Einnahmezeit dieselbe Konzentration der Hormone aufweist, beinhaltet eine Zweiphasenpille unterschiedliche Anteile. In den ersten Tagen nimmt eine Frau Östrogen zu sich. Anschließend beinhalten die Pillen zusätzlich Gestagene. Wer sich für ein Stufenpräparat entscheidet, täuscht seinem Körper einen natürlichen Zyklus vor. Die Pillen des Präparates enthalten Östrogen und Gestagene. Die Pillen des Stufenpräparates unterscheiden sich in ihrer Dosierung. Die Einnahme einer Mikropille empfiehlt sich für alle Frauen, die unter den Nebenwirkungen des Östrogens leiden. Das Präparat beinhaltet neben einem geringen Östrogenanteil Gestagene. Allerdings erfordert die geringe Dosis des Präparates eine erhöhte Disziplin. Schwankende Einnahmezeiten beeinträchtigen die Sicherheit der Antibabypille.

Eine Minipille enthält kein Östrogen. Aus diesem Grund empfiehlt sich das Präparat für Frauen, die sich in der Stillzeit befinden. Die Minipille erfordert regelmäßige Einnahmezeiten. Schwanken diese um mehr als drei Stunden, ist der Schutz vor einer Schwangerschaft nicht mehr gewährleistet. Da die Minipille kein Östrogen enthält, verhindert sie den Eisprung nicht. Stattdessen verändert sie den Muttermundtropfen. Dieser verhindert das Passieren der Samenzellen, sodass bei einer korrekten Einnahme keine Schwangerschaft eintritt. Die Antibabypille kommt sowohl zur Schwangerschaftsverhütung als auch bei Menstruationsbeschwerden zum Einsatz. Sie bietet den Vorteil, dass eine Frau ihre Periode verschieben oder verkürzen kann. Nicht zuletzt bietet die Antibabypille eine hohe Verhütungssicherheit.

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1 Kommentar

  1. Mir fehlen in diesem Beitrag noch einige Hinweise auf Nebenwirkungen und Risiken, die die Antibabypille mit sich bringt. Da wäre zunächst einmal zu erwähnen, dass die Pille das Risiko auf Gefässkranheiten erhöht (Embolie, Thrombose), wenn eine Frau raucht, über 35 Jahre alt ist oder in der Familie Gefässkrankheiten vorkommen, ist das Risiko sogar DRASTISCH erhöht!
    Und weniger drastisch, aber dennoch sehr unangenehm sind die möglichen Nebenwirkungen der Pille: Libidoverlust, Migräne, Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen, Gewichtzunahme etc. etc.
    Ich habe leider immer öfter das Gefühl, dass vor allem junge Mädchen sich dieser Risiken und Nebenwirkungen gar nicht bewusst sind und die Pille oftmals als Modeprodukt vermarktet wird und von Frauenärzten als allheiliges Verhütungsmittel verschrieben wird – ohne auf Alternativen hinzuweisen, wie etwa hormonfreie Verhütungsmethode (NFP, symptothermaler Zykluscomputer wie etwa cyclotest, Kondome, Kupferspirale oder Kupferkette Gynefix). Hier besteht also noch viel Aufklärungsbedarf!

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